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Wednesday, August 30, 2006

Google Office Version 1.0: Angriff auf Microsoft

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"Google Office Version 1.0" nennt Dan Farber im ZDnet-Blog das neueste Angebot des Suchmaschinenbetreibers und bringt damit die Stoßrichtung deutlich auf den Punkt: Mit dem webbasierten Softwarepaket für Unternehmen hat Google die Office-Suite von Microsoft im Visier. Allerdings - und deshalb auch die Versionsnummer 1.0 - im Vergleich zu Microsoft Office ist das Google-Angebot noch ziemlich unvollständig.

Offiziell heißt der neue Service "Google Apps For Your Domain" und enthält die Bestandteile E-Mail ("Google Mail"), Terminplanung ("Calendar"), Instant Messaging ("Talk") sowie Web-Seitengestaltung ("Page Creator"). Die Tabellenkalkulation "Google Spreadsheets" und die Online-Textverarbeitung "Writely" sind aktuell noch nicht dabei, ihre spätere Integration wird aber nicht ausgeschlossen.

Die Web-Anwendungen, die derzeit nur auf englisch angeboten werden, lassen sich unter anderem mit Logos und eigenen Farben im eigenen Corporate Design gestalten. Unternehmen können die Services, die komplett bei Google gehostet werden, in beliebiger Kombination unter der eigenen Internet-Adresse in ihre Domain integrieren und kostenlos nutzen.

Das "For Your Domain"-Paket beinhaltet unter anderem 2 Gigabyte E-Mail-Speicherplatz und ein Tool, über das Administratoren die Dienste kontrollieren und neue Nutzer verwalten können. Google will später in diesem Jahr auch eine kostenpflichtige Premium-Version von "Google Apps for your Domain" einführen, die auf größere Anwender abzielt und unter anderem zusätzlichen Speicherplatz und technischen Support umfasst.

Mit der Initiative betritt Google den Markt für Mietsoftware per Internet ("Software as a Service" - SaaS). Hierbei werde keine gekauften Softwarepakete mehr genutzt, sondern bei Bedarf Dienste im Internet verwendet. "Ich denke, das ist eine unglaubliche Chance: Mietsoftware per Internet wird sehr gut angenommen, weil man nur das kauft, was man will", ist Google-Manager Dave Girouard überzeugt.

Analysten warnen jedoch, dass der SaaS-Markt noch sehr jung sei und die Kunden vorsichtig agierten. "Die Unternehmen werden nicht alles über Bord werfen und plötzlich in Scharen auf Google umsteigen", glaubt Matt Brown, Analyst bei Forrester Research. Denn gerade bei Kommunikations- und Teamanwendungen in Firmen stellten sich "alle möglichen Sicherheits- und Datenschutzprobleme".

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